Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
Ich hasse diesen Spruch und seine Unterstellung. Dennoch bitte ich alle Leser nur vorsichtig und überlegt Schlüsse aus dem nun aktualisierten Ergebnisbogen zu ziehen. Das sind nur deskriptive Statistiken, keine Tests auf echte Unterschiede. Wer etwas Erfahung mitbringt, kann an den gegebenen Werten sicher gut abschätzen, welche Werte sich signifikant abheben. Wer sich nicht sicher ist, sollte lieber noch mal nachfragen, bevor er an anderer Stelle Behauptungen aufstellt, die sich anhand der Daten dann doch nicht halten lassen. Ich nehme auch gerne Vorschläge entgegen, was mal genauer untersucht werden sollte – der Möglichkeiten gibt es viele.
Für diese Woche dürfte das nun aber leider alles sein…

Hi,
mich würde sehr ein Vergleich von Spielleitern und Spielern interessieren, wie viel Geld sie für das Hobby ausgeben.
Die Frage stammt von hier: http://www.blutschwerter.de/f562-der-loewenclub/t49370-mehr-spieler-produkte.html#post1336806 (an Beitrag #10).
Ok, dann mal ganz Quick’n'Dirty (das wird wohl häufiger so laufen):
Es gibt eine signifikante, leicht positive (.133) Korrelation zwischen v37 (ausgegebenes Geld) und v17 (Spieler oder Spielleiter). Je höher der Skalenwert auf v17 (also Richtung “Ausschließlich Spielleiter”) desto mehr Geld wird auch ausgegeben.
Mittelwert (Standardabweichung):
Ausschließlich Spieler – 25,18 (70,59) – n=356
Ausschließlich Spielleiter – 60,46 (119,97) – n=174
Alles ohne Berücksichtigung weiterer Einflussgrößen und die Standardabweichungen machen deutlich, dass himmelweite Schwankungen vorliegen.
Vielen Dank, das ging ja echt schnell.
Und das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen… *Schaut in seine leeren Taschen*
Keinen eigenen Eintrag wert, deshalb hier:
Die letzten Tage viel Arbeit gehabt und nun steht ein kurzer Urlaub vor der Tür, also erst mal kein Update. Samstag Spielemesse… vielleicht Sonntag neues.
Frage: Wieviele Männer sind in einer festen Beziehung und wieviele Frauen? Das würde nämlich die (vermutlich deutliche) Fehlerquelle ausschalten, dass der Beziehungsstatus von Männern und Frauen zusammengerechnet wird.
Weswegen das für mich interessant ist: Der Wunsch nach Familie und Kindern ist recht groß (Wenn auch kleiner als Freunde und Freizeit), so dass wir in etwa abschätzen können, in wie vielen zukünftigen Familien Rollenspiele verwuzelt sein werden.
Interessant! Das einzige was mir wirklich bei den beiden Gruppen DSAler und D&Dler aufgefallen ist: Die DSAler besitzen und spielen weniger andere Rollenspiele als der Durchschnitt (v12-14 und v18) und haben seltener eigene geschrieben (v35), während D&Dler hier überall völlig durchschnittlich sind.
Ansonsten sind beide Gruppen generell sowohl extrem nah am Durchschnitt als auch aneinander. Bildung, Ansichten zum Spiel, Rollenspielkarriere, Hobbys, Alter, alles auffällig gleich. Bis auf die Sache mit den Miniaturen vielleicht (die mehr von D&Dlern benutzt werden).
Dann sind da noch Kuriositäten wie dass D&Dler anscheinend häufiger aus Hessen und weniger häufig aus NRW kommen als der Durchschnitt (d3), oder dass sie häufiger verheiratet sind (d6) und weniger Wert auf Druckqualität der Bücher legen als der Normalo (v43 e).
Eventuell kann man auch sagen DSAler haben auch weniger Erfahrung mit e-books und PoD. Aber das sieht nicht ganz so aussagekräftig aus.
Ist das also die große Trennlinie? DSAler haben einen kleineren Horizont als der Durchschnitt? Wussten wir das schon…?
> DSAler haben einen kleineren Horizont als der Durchschnitt? Wussten wir das schon…?
Das finde ich nun doch etwas zu polemisch.
Wir könnten es auch positiv sagen: DSAler sind mit ihrem System so zufrieden, dass sie weniger andere Systeme ausprobieren.
Es gibt also mindestens zwei mögliche Interpretationen – und ich kann zwischen beiden keinen Unterschied feststellen.
Die Polemik war Absicht, schließlich geht es hier um DSA
“Wir könnten es auch positiv sagen: DSAler sind mit ihrem System so zufrieden, dass sie weniger andere Systeme ausprobieren.”
Das kam mir auch in den Sinn, und das ist sicher eine Möglichkeit. Die interessante Frage wäre dann aber: Worauf beruht dieses Urteil der DSAler? Wären sie also mit anderen Systemen, wenn sie die besser kennen würden, wirklich schlechter bedient?
Und hier sieht es so aus als sei die DSA-Präferenz relativ unbegründet, bzw. in erster Linie durch Unkenntnis begründet. Einen Hinweis darauf geben die Bewertungen anderer Systeme (v19). Wie zu erwarten sind hier überall leichte Abstriche in der Beliebtheit anderer Systeme zu sehen, allerdings sind im Großen und ganzen bei DSAlern und D&Dlern die Wertungen der genannten Systeme sowohl ähnlich als auch nah am Durchschnitt (bis vielleicht auf Warhammer das DSAler weniger mögen und DSA das D&Dler weniger mögen).
Das heißt also, die DSAler die diese Systeme kennen, bewerten sie ganz ähnlich wie alle anderen die diese Systeme kennen. Es kann also nicht an den Systemen liegen dass DSA bevorzugt wird, sondern nur daran, dass andere Systeme eher unbekannt sind. Über 90% der DSA-Fans haben auch mit DSA ihre Karriere begonnen, bei den D&Dlern sieht das ganz anders aus, sie mussten also erst zu einem größeren Teil zu D&D wechseln. DSA als erstes System in der Karriere ist also ein wesentlicher Grund seiner Beliebtheit.
Es wäre interessant zu sehen wie die prozentuale Aufteilung nach gespielten Systemen bei DSAlern im Vergleich zu anderen aussieht (v13). Dann könnte man mehr darüber sagen ob womögliche viele DSAler (fast) nur DSA kennen. Der Median von 4 im Vergleich zu 6 und auch der Durchschnitt von ca. 5 im Vergleich zu ca. 10 zeigen da aber schon eine deutliche Richtung.
Hallo Rollenspielstatistiker, zu dem von Dir eingangs zitierten Satz über die gefälschten Statistiken findest Du was in meinem Blog (http://www.statistiker-blog.de/?p=1). Das Zitat stammt nämlich vermutlich von der Nazi-Propaganda. Aber vermutlich wusstest Du das schon.
Gruß
Tilman
Gibt es nochmal was von dir?